Museums- und Heimatverein des Kreises Uelzen e. V.
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  Geschichte des Heimatmuseums in Uelzen

Archäologische Fundstücke waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Exponate, die man angemessen präsentieren wollte. Zunächst standen nur einige Räume in einem städtischen Gebäude in der Uelzener Bahnhofstraße zur Verfügung. 1919 konnte die Sammlung in einen Teil des sogenannten „Fürstenhauses“ in der Pastorenstraße umziehen. 1933 stand dem Museum das ganze Gebäude zur Verfügung; es war nun in die Obhut des 1929 gegründeten Museums- und Heimatverein des Kreises Uelzen übergegangen. Es dauerte jedoch bis 1939, bis die nunmehr erweiterten Sammlungen offiziell der Öffentlichkeit präsentiert werden konnten. Eine Trägergemeinschaft, bestehend aus dem Museumsverein, der Stadt und dem Landkreis Uelzen, unterhielt nun das Museum. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude samt allen Exponaten vollständig vernichtet.

Nach dem Kriege musste ein neuer Anfang genommen werden. In Zeitungsaufrufen wurden Exponate aus der Bevölkerung erbeten. Wiederum standen zunächst nur einige Schaukästen im neuerbauten Kreisverwaltungsgebäude in der Veerßer Straße zur Verfügung. Insbesondere der Bauunternehmer Dipl.-Ing. Fritz Röver, seit 1956 auch Vorsitzender des Museumsvereins, setzte sich für ein neues Heimatmuseum ein. 1966 konnte das Heimatmuseum in der Lüneburger Straße wieder eröffnet werden. Zwanzig Jahre später waren die Sammlungen so angewachsen, dass ein neues Quartier gesucht werden musste. Man fand es in Schloss Holdenstedt, einem ehemaligen Herrenhaus, vor den Toren Uelzens gelegen. Seit 1985 wurde es als Heimatmuseum und Veranstaltungsort von verschiedenen kulturellen Vereinigungen genutzt.

Im Zuge des Verkaufs des Schlosses an einen privaten Investor wurde das Museum 2019 geschlossen, und der Museumsverein zog 2020 in neue Räume in der Bahnhofstraße um. Dort ist für 2022 die Eröffnung des neuen „Uelzen-Museum“ geplant.