Museums- und Heimatverein des Kreises Uelzen e. V.
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Dezember

Sa, 13.12.2025 bis So, 01.03.2026

Jahrgang 1940 - eine konkrete Biographie. 85 Collagen und erläuternde Texte von Georg Lipinsky


Georg Lipinsky, Anmerkungen zu den Collagen:


Foto: ©Plakat Lipinsky

Was ist unter „Konkreter Biographie“ zu verstehen? "Konkrete Kunst", "Konkrete Poesie" und "Konkrete Musik" sind durchaus geläufige Begriffe und auf diese soll die gewählte Formulierung auch hinweisen. Doch anders als dort definiert, weisen die Bildelemente der "Konkreten Biographie" nicht nur auf sich selbst, sondern stehen exemplarisch für die gemeinte Zeit. Sie sind sowohl zeitlich bestimmtes Einzelnes als auch Symbol für einen Zusammenhang. Sie sind anschaulich, greifbar, gegenständlich und wirklich. Sie sind real gemeinter Gegenstand und gleichzeitig Vehikel für die Herstellung eines Gesamtzusammenhanges: Feldpostbriefe, Postkarten, Prospekte, Sammelbilder, Briefmarken, amtlicher Schriftverkehr, Lebensmittelmarken, Zeitungsausrisse und Privatfotos stammen tatsächlich aus der angegebenen Zeit und stehen damit für die gemeinte Zeit.

Die "Jahresblätter" sind Collagen - Objekte, die aus den aufgeführten Materialien und weiteren Artefakten zusammengefügt wurden. Dabei geht es um die Neu(an)ordnung der gefundenen und gesuchten Bilder und Materialien, die zu gleicher Zeit „Abbild“ der Wirklichkeit und konkreter, wirklicher Gegenstand sind. Ungleichartiges wird verkettet, Elemente des Wissens und der Realität werden zusammengefügt, Zusammenhänge können „einsichtig“ werden. Meine Lebensbilder stehen so auch stellvertretend für die Wege eines Jahrgangs (einer Generation) durch die Geschichte.

Die Ausstellung wird am Samstag, dem 13. Dezember 2025,
um 16:00 Uhr eröffnet und ist ab Sonntag, dem 14. Dezember 2025 zu sehen.


November

Freitag, 28.11.2025, 18:00 Uhr

Mitgliederversammlung des Museums- und Heimatvereins des Kreises Uelzen e. V.

Neues Schauspielhaus Uelzen,
Rosenmauer 9, 29525 Uelzen


Tagesordnung:

1. Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
2. Berichte Vorstand und Museumsleiter
3. Verlängerung der Amtszeit des derzeitigen Vorstandes bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2026
4. Verschiedenes


Im Anschluss an die Mitgliederversammlung, ca. 19.00 Uhr:

Öffentlicher Vortrag des Namenforschers Prof. Dr. Jürgen Udolph (Göttingen) zu dem Thema „Ortsnamen des Kreises Uelzen und Heimat und Ausbreitung germanischer Stämme“

Ortsnamen sind wichtige Zeugen einer fernen Vergangenheit. In diesem Zusammenhang hat die Ortsnamenforschung, die bisher in Niedersachsen bisher nicht viel von sich reden machte, in letzter Zeit neue Gesichtspunkte entdeckt, über die zu berichten sich wirklich lohnt. Ortsnamen sind Zeugen der Geschichte. Schon der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz schrieb 1704: „Ich bemerke nebenbei, dass die Flussnamen, da sie gewöhnlich aus der ältesten Zeit stammen, am besten die alte Sprache und die alten Bewohner bezeichnen ... Und die Sprache, die ja die ältesten Denkmäler der Völker sind ..., zeigen am besten den Ursprung der Verwandtschaften und Wanderungen der Völker“.

Und der Sprachwissenschaftler Hans Krahe bemerkte vor einigen Jahrzehnten: „Fluss-, Berg- und Siedlungsnamen [sind] für uns kostbarstes Material, das einzige oft für die ethnographische Erforschung frühester Zeiten, und vor allem das sicherste, denn wo Ortsnamen einer bestimmten Sprache in größerer Zahl sich finden, da muss auch die betreffende Sprache selbst gesprochen worden sein und müssen Angehörige des diese Sprache sprechenden Volkes gelebt haben“.

Der Vortrag wird die Ortsnamen von Uelzen und Umgebung zum Thema haben. Ortsnamen und Flussnamen sind sehr zäh. Sie verändern sich zwar sprachlich, indem sie die Lautentwicklungen der Sprachen und Dialekte mitmachen, aber sie bleiben konstant am Ort und – was sie besonders wertvoll für den Sprachwissenschaftler macht – sie überstehen selbst Völkerwechsel. Neben jungen Typen gibt es ältere Namen, die nur aus sprachwissenschaftlicher Sicht unter Einbeziehung germanischer und indogermanischer Laut- und Formenregeln enträtselt werden können. Zu den noch jüngeren Typen gehören Bildungen auf -husen/-hausen, -dorp/-dorf. Älteres steckt in Bildungen mit -hude und -ingen sowie in Namen, die aus einem einzigen Wort heraus entstanden sind. Die Untersuchung von Namen wie Liedern, Mehre, Gerdau, Ilmenau, Veerßen und anderen lassen lange diskutierte Fragen in einem neuen Licht erscheinen, wie die Herkunft der Germanen, die Heimat und Expansion der Sachsen oder die Übersiedlung germanischer Stämme nach England und deren Heimatland.


Juni

Sonntag, den 1. Juni von 13 – 17 Uhr

Reise durch die Zeit


Foto: ©Uelzen Museum

Am diesjährigen Internationalen Kindertag stellt das Uelzen Museum erstmalig seinen neuen Geschichtscomic mit Rätseln zur Stadtgeschichte vor.

Der Comic in Form eines fast ein Meter langen Leporellos ist zum Ausmalen und die Rätsel können anhand der kleinen Geschichten auf der Rückseite auch zuhause gelöst werden. Unsere jungen Besucherinnen und Besucher bekommen am Internationalen Kindertag alle ein Exemplar geschenkt.

 


Wir freuen uns am Sonntag, den 1. Juni von 13 – 17 Uhr
auf malende und rätselnde Gäste!

 

Foto: ©Uelzen Museum
   
 
 

April

Fr, 25.04.2025, 11:15 Uhr

"Bürgerschaftliches Engagement. Zwischen Freiwilligkeit, Selbstverwirklichung und Verantwortung" Jahrestagung der Volkskundlichen Kommission für Niedersachsen e. V.

Ratssaal Rathaus Uelzen, Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen

Es scheint sich in den letzten beiden Jahrzehnten einiges zu wandeln im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements.
Thematische Bereiche des Ehrenamtes verändern und erweitern sich wie auch die Motive der Menschen, private Lebenszeit zur Verfügung zu stellen und die Art und Weise, in der sie dies tun.
Die Tagung möchte den Blick auf verschiedene Bereiche des bürgerschaftlichen Engagements richten - Kultur, Politik, Soziales - und auf unterschiedliche Voraussetzungen, in denen es geleistet wird.
Neben den Fragen nach der praktischen Ausgestaltung, der Motivation und den evtl. Veränderungen der Freiwilligenarbeit soll auch die Verknüpfung mit der Geschichte des Faches Empirische Kulturwissenschaft/Volkskunde und seiner Forschungspraktiken stehen.

Programm

   
11.15 Uhr Dr. Nina Hennig, 1. Vorsitzende, Begrüßung und Einführung
   
11.30 Uhr Sina Rieken, M. A., Institut für Kulturanthropologie des Oldenburger Münsterlandes e.V.: "Hobby mit Aufgabe? Selbstverständnisse und Deutungen ehrenamtlicher Kulturarbeit im Oldenburger Münsterland"
   
12.15 Uhr Dr. Laura Gozzer, Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München: "Die Frage nach dem Warum - Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Motivforschung im sozialen Engagement"
   
13.00 Uhr Mittagspause
   
13.45 Uhr Dr. Christine Hämmerling, Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen: "Zur Professionalisierung des Ehrenamtes im NGO-Fundraisings. Eine Deutung auf Basis qualitativer Interviews mit ehrenamtlichen und angestellten Engagierten für Amnesty International Germany"
   
14.30 Uhr Dr. Lisa Maubach, LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn, Abteilung Alltagskultur und Sprache: "Vom Gewährsmannprinzip zum Citizen Science Projekt. Fachgeschichte im Spiegel der Arbeitspraxis am LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte"
   
15.15 Uhr Abschluss
 
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung durch das 2023 nach Umzug und Neugestaltung wiedereröffnete Uelzen Museum.

Ende gegen 17.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldungen bis zum 18. April 2025 bitte an:
E-Mail: vkn@museumsdorf.de
   
Telefon: 04471 / 94 84 12
   
Post: Volkskundliche Kommission für Niedersachsen e. V. c/o Museumsdorf Cloppenburg - Niedersächsisches Freilichtmuseum z. Hd. Dr Michael Schimek, Bether Str. 6, 49643 Cloppenburg'
   
 
 

Foto: ©Uelzen Museum
 

Tausend Blätter –
Wilhelm Thiermann Zeichnungen in Privatbesitz


Digitalisierungsprojekt im Uelzen Museum

Die Wilhelm Thiermann Ausstellung mit dem Fokus auf seinen Zeichnungen, im Besonderen auf die zum ersten Mal gezeigten Skizzenbücher, endet am 27. April. Die erste Sonderausstellung des erst 2023 eröffneten Uelzen Museums in der Bahnhofstrasse in Uelzen fand großen Zuspruch. Viele haben sogar ein Original von Wilhelm Thiermann zuhause und kennen seine Arbeiten aus Ausstellungen und seine Zeichnungen und Drucke aus dem Heidewanderer und dem Heimatkalender. Besucherinnen und Besucher haben noch bis Ende April Gelegenheit, sich dem Künstler Wilhelm Thiermann zu nähern. Das Ende der Ausstellung markiert ein besonderes Event.

Das Uelzen Museum hat es sich zum Ziel gesetzt, all die in Privathäusern schlummernden Zeichnungen und Bilder Wilhelm Thiermanns, in einem Online-Portal für alle sichtbar zu vereinen und zugänglich zu machen.

Das heißt, alle Uelzenerinnen und Uelzener sind eingeladen
am Sonntag, den 27. April von 11 – 17 Uhr
ins Museum zu kommen, um ihre Originale einscannen zu lassen.

Aus technischen Gründen scannen wir an diesem Datum alle Blätter bis A4, also bis zur Größe eines Blattes Kopierpapier. Größere Arbeiten werden zu einem späteren Termin mit dem entsprechenden Equipment digitalisiert. Anschließend können die glücklichen Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Originale wieder mit nach Hause nehmen, oder, wenn gewünscht, in die Thiermann Sammlung des Museums abgeben. Die Kuratoren des Museums pflegen die digitalisierten Werke dann in das Online-Portal ein und vereinen so all die privaten Schätze zu einer großen Thiermann Sammlung in einer Datenbank.

Diese Sammlung ist dann ab Juni 2025 unter dem Titel:
„Tausend Blätter- Wilhelm Thiermann in Uelzen“ auf der neuen Museumswebseite für alle zugänglich. Das Uelzen Museum möchte für möglichst viele Menschen ein relevanter Ort in der Stadt sein.
Mit diesem Projekt wollen wir eine gemeinsame Sammlung schaffen und nicht nur unsere Stadt- und Kreisgemeinschaft stärken, sondern Wilhelm Thiermann auch den jüngeren Generationen vorstellen.

Mit Ihrem Beitrag wird es gelingen, das künstlerische Werkverzeichnis zu erweitern und das Andenken an den Zeitzeugen Wilhelm Thiermann im kollektiven Gedächtnis unserer Stadt zu bewahren
.

 
   
  Abendführungen im Uelzen Museum


Foto: ©Uelzen Museum/David Häberle
Für alle an der Uelzener Stadtgeschichte Interessierte bietet das Museum Abendführungen durch die Dauerausstellung an.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein lebendiges und umfassendes Bild des städtischen Lebens vergangener Zeiten und erfahren, welche Entwicklungen und Menschen die Geschichte der Hansestadt besonders geprägt haben.

Die öffentlichen Führungen beginnen um 18 Uhr und
kosten 2,00 Euro pro Person zzgl. dem Eintritt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Termine für das erste Halbjahr sind am
13. Februar, 13. März, 8. Mai und 12. Juni.

Die Termine nach den Sommerferien sind am
11. September, 9. Oktober, 13. November und 11. Dezember.
 
   
 

November

So, 24.11.2024 bis zum 27. April 2025
Mitten in Uelzen – auf Papier gebracht
Bilder und Skizzen
Wilhelm Thiermann Ausstellung im Uelzen Museum

Das Uelzen Museum zeigt in seiner ersten Sonderausstellung neben Drucken, Aquarellen, Zeichnungen und Gemälden, zum ersten Mal die Skizzenbücher Wilhelm Thiermanns (1879-1958).
Diese zeigen Momentaufnahmen des Uelzener Alltags, Menschen in Kneipen und Kaffeehäusern, den Familienhund und Szenen im Gerichtssaal, die er während seiner Tätigkeit als Anwalt festhielt. Immer hatte er ein Skizzenbuch und einen Bleistift zur Hand. Sogar in der Kirche, beim Schuhkauf und in der Warteschlange vor dem Kino zeichnete Wilhelm Thiermann. Vielen Uelzenerinnen und Uelzener sind Thiermanns Bilder aus dem „Heimatkalender für Stadt und Kreis Uelzen“ bekannt. Dort wurde seine Bedeutung als Zeitzeuge früh erkannt und über 200 seiner Zeichnungen seit der ersten Ausgabe 1927 veröffentlicht.
Die Präsentation der ausgestellten Werke ist in Gruppen aufgeteilt und zeigt wie virtuos, vielschichtig und beständig er sich den unterschiedlichsten Themen gewidmet hat.

Die Ausstellung „Mitten in Uelzen“ ist vom 24. November 2024 bis zum 27. April 2025 im Uelzen Museum in der Bahnhofstraße 35 zu sehen.